Wappen der ehemals selbstständigen Gemeinde LienzingenLienzinger Bierkeller- u. Kulturverein e. V.
Gemeinnütziger Verein zur Heimat- und Brauchtumspflege, Kunst und Kultur

Besichtigung des Bierkellers in Lienzingen

Bierkeller- und Kulturverein in Lienzingen

Lienzingen hat einen neuen Bierkeller-Kulturverein. Oder anders ausgedrückt, sein richtiger Name ist: „Lienzinger Bierkeller- und Kulturverein“.

Die Vereinsziele sind Schutz und Erhalt der einmaligen Lienzinger Wildhopfen-Bestände, entstanden aus den Hopfengärten der beiden ehemaligen Lienzinger Brauereien. Und ganz wichtig ist den Mitgliedern: In Zusammenarbeit mit der Stadt Mühlacker stehen Erhalt und Pflege der Lienzinger Bierkelleranlage auf der Agenda.

Soweit möglich, ist eine Instandsetzung des Bierkellers für die kulturelle Nutzung im Ort vorgesehen. Auch die Förderung der Veranstaltungskultur im Ort, insbesondere alter und neuer Lienzinger Feste, ist ein Bestandteil des Vereins-Konzepts. Sogar der Erhalt und auch die Pflege der Lienzinger Brauerei-Geschichte stehen so im Mittelpunkt des Vorhabens. Des Weiteren möchten die Mitglieder ein ortseigenes Bier mit dem Namen „Lienzinger Bräu“ auf den Markt bringen. Das Bier wird mit dem Lienzinger Wildhopfen gebraut. Die Hopfenernte soll durch den Verein, die Grundschule und interessierte Mitbürger erfolgen.

Erhalt der Braugeschichte in Lienzingen

Roland Straub, erster Vorsitzender des Vereins ist Lienzinger Ortshistoriker. Er weiß schon lange von den örtlichen wilden Hopfenpflanzen, die entlang des Scherbental- und Schmiebaches wachsen. Dieser ausgewilderte Hopfen stamme aus der Zeit um 1850. Damals hatte die Brauerei von Johannes Gutjahr, später Johann Schneider, bis zum Jahr 1913 in Lienzingen tatsächlich Bier hergestellt. Nun hat der Verein bereits in der Crailsheimer Biermanufaktur Engel einen interessierten Partner gefunden, der für Lienzingen zwei normale Biere –  nämlich die Sorten Lienzinger Hell, Kellerbräu und einmal im Jahr eine Kellerbräu Wildhopfen Edition – brauen würde. Das Lienzinger Bräu würde dann nämlich als europaweit einmalige Spezialität gelten. Es soll aber nur in Mühlacker, den Stadtteilen und der Umgebung vertrieben werden.